Die Geschichte



Mehr als ein Jahrhundert im Dienst unserer Gäste

Im September 1900 erhielt Jean Chervet, aus einer alten Familie des Bas-Vully stammend, die Bewilligung des Kantons Freiburg, die ehemalige Gerberei der Familie in ein Restaurant umzuwandeln, das er Bel-Air nannte.

Dank seiner idealen Lage im Herzen des Vully, mit direktem Zugang zur Schiffsanlegestelle und den Kursschiffen, dauerte es nicht lange, bis zahlreiche Besucher an das Ufer strömten, um die entspannte Atmosphäre am Wasser zu genießen.

Unter der zweiten Generation, mit Max Chervet, entwickelte sich während des Ersten Weltkriegs zusätzlich der Hotelbetrieb. Die Nachfrage nach Unterkünften für Offiziere führte zu einer treuen militärischen Kundschaft, die dem Haus über viele Jahre verbunden blieb.

Alfred Chervet, Vertreter der dritten Generation, ebnete den Weg für die Bel-Air-Weine. Da die Familie seit jeher über eigene Weinberge verfügt, war der nächste logische Schritt die Vinifizierung der eigenen Trauben.

Roland Chervet, Vertreter der vierten Generation und Erbe einer fast hundertjährigen Geschichte, bewahrte den familiären Charakter des Unternehmens und entwickelte es gleichzeitig weiter. Zahlreiche Renovationen und bedeutende Erweiterungen gehen auf seine Initiative zurück.

Im Januar 2019 übergab Roland Chervet den Betrieb an die fünfte Generation. Nova und Igor Chervet übernahmen gemeinsam die Leitung des Bel-Air und führten damit eine über hundertjährige Familientradition fort.

Nach drei Jahren gemeinsamer Tätigkeit entschied sich Igor, einen anderen Weg einzuschlagen. Heute wird das Bel-Air von Nova und ihrer Ehefrau Natalija geführt. Durch ihren persönlichen Weg als Transfrau zeigt Nova, wie wichtig es ist, man selbst zu sein und gleichzeitig seinen Wurzeln treu zu bleiben.

Die Geschichte des Bel-Air ist vor allem eine Geschichte von Familie, Weitergabe und Authentizität. Jede Generation hat ihre Spuren hinterlassen und das Haus über die Jahrzehnte geprägt. Novas persönlicher Weg ist heute Teil dieser Geschichte, zusammen mit den Generationen, die das Bel-Air zu dem gemacht haben, was es heute ist.

Unser Team



An der Spitze des Unternehmens stehen Nova und Natalija Chervet. Gemeinsam führen sie während der Hochsaison von Mai bis Ende September ein Team von über 45 Mitarbeitenden.

In der Küche sorgen vier Köche und sechs Küchenhilfen unter der Leitung von Vincent Grisel für kulinarische Qualität.

Im Service kümmert sich ein Team von rund einem Dutzend Mitarbeitenden um das Wohl unserer Gäste.

Von den schönen Frühlingstagen bis in den Herbst hinein empfängt unser Selbstbedienungsrestaurant La Cambuse direkt am See Spaziergänger und Ausflügler, die Ruhe, Erfrischungen und kleine Mahlzeiten im Schatten der jahrhundertealten Bäume suchen.

Der Weinkeller wird von Nova Chervet und Christophe Dupasquier geleitet, Winzer und Kellermeister aus Praz. Als diplomierter Önologe verantwortet er die Vinifizierung und den Ausbau der Bel-Air-Weine in einem modernen Keller, der 2017 eröffnet wurde.

Wer ist Nova?



Nova Chervet ist eine Transfrau und Gastronomin in der Westschweiz. Sie repräsentiert heute die fünfte Generation an der Spitze des Bel-Air. Nach der Übernahme des Familienbetriebs führt sie gemeinsam mit ihrer Ehefrau Natalija die Geschichte weiter, die ihre Vorfahren vor mehr als einem Jahrhundert begonnen haben.

Nova hat sich entschieden, ihre Identität offen zu leben und gleichzeitig ihren Wurzeln, ihrer Region und der Geschichte des Bel-Air eng verbunden zu bleiben. Nach mehr als fünfzehn Jahren im Familienunternehmen war ihre Transition keine Abkehr von der Vergangenheit, sondern die Fortsetzung ihres Engagements für das Haus.

An der Spitze eines traditionsreichen Familienbetriebs betrachtet sie diese Sichtbarkeit als eine einfache und aufrichtige Art, im Einklang mit sich selbst zu leben.

Überzeugt davon, dass Gastfreundschaft mit Respekt und Authentizität beginnt, setzt sie sich jeden Tag dafür ein, dass sich alle Gäste im Bel-Air willkommen fühlen – sei es bei einem guten Essen, bei der Entdeckung der Weine des Vully oder beim Genuss des Blicks auf den Murtensee.